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Wanderung Matzingen mit Hubert Frömelt

Wanderung Matzingen-Lützelmurg-Aadorf-Matzingen

Donnerstag, 21. Februar und Freitag, 22. Februar 2025

Einige neue bewegungshungrige Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der von Hubert Frömelt geleiteten Februarwanderung teil, sodass sich am Donnerstag 42 Personen und am Freitag noch 30 Wanderbegeisterte in Bewegung setzten.

Kurz nach dem Start informierte Hubert über Matzingen. Dieser Ort hatte immer schon eine grosse Bedeutung, auch durch die Frauenfeld-Wil-Bahn. Im Vergleich zu Stettfurt, wo früher 500 Personen lebten, hatte Matzingen bereits 1`300 Einwohner, heute zählt Matzingen rund 3`000 Einwohner und Stettfurt knapp 1`300.

Die Mühle Matzingen mit dem imposanten Turm ist so quasi das Wahrzeichen von Matzingen. Sie wird bereits im Jahre 1150 im Güterverzeichnis des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen erwähnt. 1882 übernahm Konrad Ringold die Mühle und baute sie zum Grossbetrieb auf und aus. 1995 wurde die Mühle stillgelegt, ab 1998 konnten nach dem grossen Umbau die ersten Wohnungen vermietet werden.

Matzingen ist auch das Wasserschloss Hinterthurgau, hier laufen die Lauche, die Murg, der Tuenbach und die Lützelmurg zusammen.

Bei prächtigem Wanderwetter am Freitag, auf idealen Wegen ging es in Richtung Aadorf. Beim ersten Marschhalt orientierte Hubert über die Gerichtsherrschaften des 18. Jahrhunderts  Der Gerichtsherrenstand war eine geordnete Vereinigung von weltlichen und geistlichen Inhabern niederer Gerichtsherrschaften (Vogteien) in der Grafschaft Thurgau und bildete spätestens seit dem 16. Jahrhundert eine Körperschaft, die sich im alljährlichen Gerichtsherrentag institutionalisierte und bis 1798 die herrschaftlichen Interessen vertraten.

Das Mittagessen wurde im Restaurant Heidelberg in Aadorf eingenommen, zur vollen Zufriedenheit aller Anwesenden.

Nachdem dem feien Mittagessen ging es weiter in Richtung Aawangen. Dort konnte eine markante Kirche erblickt werden. Diese geht auf einen vorreformatorischen Bau von 1513 zurück. 1659 wurde nach Osten erweitert, 1851 und 1877 fanden Renovationen statt. Das heutige Aussehen ist einer umfassenden Erneuerung im Jahre 1959 zu verdanken.

Eine Besonderheit ist das kleine Wasserkraftwerk an der Lützelmurg. Der Zahnarzt Dr. Hans Lutz kaufte das Grundstück samt bestehender Wasserkraftanlage. Mitte der 1950er Jahre wurde die bestehende Anlage abgebrochen und durch eine neue mit Francis-Turbine ersetzt. Im Jahre 2005 wurde eine leistungsfähigere Turbine eingebaut, welche elektrische Energie für zirka 60 4-Personenhaushalte produziert.

Es ist immer sehr spannend, durch Gebiete in unserem schönen Kanton zu wandern und Neues zu entdecken oder über Vergangenes informiert zu werden. Allen Verantwortlichen sei hier einmal im Namen aller Teilnehmenden herzlich gedankt für die enorme Vorbereitung und Durchführung.

Jakob Bütikofer

 

Fotos von Hubert Frömelt

Fotos von Jakob Bütikofer