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Wanderung Warth-Weiningen mit Margrit Gentsch

Wanderung Warth-Weiningen

Donnerstag, 13. November 2025 und Freitag, 14. November 2025

Der November hat bekanntlich viele Gesichter. Am 13. und 14. November zeigte er sein schönstes - den Martini-Sommer. Ausgehend vom Besammlungsort, der Rohrerbrücke bei Warth, zog die Gruppe auf dem Damm südlich der Thur in östlicher Richtung los. Die letzten Nebelstreifen tauchten das renaturierte Thurvorland und den angrenzenden Auenwald in eine geheimnisvolle und bezaubernde Traumlandschaft. Bald aber bogen die Wandernden – am Donnerstag deren fünfunddreissig und am Freitag sechsundzwanzig – Richtung Thur ab und betraten den «Ochsefurter Steg». Hier erfuhren die Teilnehmenden auch gleich, dass die eiserne Brücke von 1899 im Jahr 1959 wegen der Ausweitung des Schiessgeländes von der Ochsenfurt 850 m westwärts an diesen neuen Standort verlegt werden musste. Auch die Rohrerbrücke, deren Bezeichnung sich mit dem Flurnamen «im Rohr» erklären lässt, hat ihre Geschichte. So wurde sie im Jahr 1864 als letzte grosse und gedeckte Holzbrücke im Thurgau erbaut und ersetzte damit den Fährbetrieb. Seit 1920 steht an ihrer Stelle die erste armierte Betonbrücke im Thurgau, die nach verschiedenen Anpassungen noch heute ihren Dienst versieht.

Nun führte der Weg sachte aber stetig aufwärts durch das bewaldete Bachtobel. Die Herbstsonne liess das Buchenlaub, vorab am Donnerstag, noch einmal kräftig erglühen und bescherte den Wandernden viele  beglückende Momente. Nach dem «Paradiesli», einer grossen Waldwiese, war der höchste Punkt erreicht und mit gesundem Appetit erreichte die Gruppe auch bald das Restaurant «Alpenblick» in Weiningen.

Nach der gemütlichen Mittagspause in der gastlichen Dorfbeiz wurde der Gang durch Weiningen bis zur Anhöhe bei der Kirche von Warth mit einem grossartigen Ausblick über die Kartause und das Thurtal belohnt. Am Donnerstag grüssten aus der Ferne auch noch freundlich der Säntis und die Churfirsten.

Nun führte der Weg den steilen Kirchweg hinunter in Richtung Kartause, um dann kurz davor Richtung Rohrerbrücke abzubiegen. Nach einem letzten wunderschönen Streckenabschnitt erreichte die Wandergruppe nach der Brücke ihren Ausgangspunkt bei der Postauto-Haltestelle.

Ruedi Gentsch