Wanderung Schwarzenbach - Jonschwil mit Walter Ebinger
Wetterfestigkeit vorausgesetzt!!
Donnerstag, 23. Oktober 2025 und Freitag 24. Oktober 2025
Die Wanderung am 23. und 24. Oktober hätte vom einen zum andern Tag wohl nicht unterschiedlicher ausfallen können: Am Donnerstag fegte der Sturm Benjamin die Wandernden fast von der Strasse und am Freitagnachmittag begleitete eitel Sonnenschein Walters Wandergruppe der Thur entlang.
Dem Sturm Benjamin zum Trotz gingen wir, 35 tapfere Wanderer*Innen, am 23. Oktober in Jonschwil los, vorbei an der Kapelle und wegen der Vogelgrippe leeren Freiland-Hühnergehegen durch einen lichten Wald, dann am Bettenauer Weier vorbei - wären wir schwimmen gegangen, hätten wir nicht nasser werden können!
Der Bettenauer Weiher ist eigentlich ein Torfsee, wurde aber schon im 15. Jahrhundert vom damaligen Besitzer, dem Fürstabt von St. Gallen, zum Fischteich umgestaltet. In der Zwischenkriegszeit des letzten Jahrhunderts wurde dort auch Torf gestochen. Heute ist das Moor ein gut erschlossenes Naherholungsgebiet und ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung.
Durchnässt und glücklich, am Trockenen zu sein, kamen wir am Donnerstag in der Krone in Jonschwil an. Die heisse Suppe wärmte uns von innen! Diesmal war nach dem Essen Schluss mit Wandern – zu Hause wartete die Badewanne zum Aufwärmen!
Am Freitag war das Wetter freundlicher, so dass die 25 Personen der Freitagsgruppe die ganze Strecke abwandern konnten. Am Morgen war es mit Sonne, Wolken und einigen wenigen Regentropfen allerdings kühler als am Donnerstag. Der Nachmittag war dann aber schön warm mit durchgehend Sonnenschein. Der Weg entlang der Thur führte die Wandernden über eine abwechslungsreiche Route, mal am Flussufer, mal auf einer Felskante ca. 30 m über der Thur.
Die Thur ist nach dem Rhein der zweitlängste Fluss der Ostschweiz und einer der letzten grösseren Wildbäche überhaupt, denn es gibt zwar Staustufen, aber keine Stauseen, die den Lauf des Wassers verändern würden. Bei Jonschwil ist die Thur in «normalen» Zeiten ein sanfter Fluss mit einer durchschnittlichen Abflussmenge von 20.5 m3/s, bei Hochwasser kann sie zum reissenden Gewässer anwachsen, zum Beispiel beim Hochwasser im Jahre 2006 ist die Abflussmenge auf 583 m3/s angeschwollen!
Text: Anita Enz