Monatswanderung Dinhard mit Hubert Frömelt
April - Wanderung 2026: Welsikon – Eschlikon ZH – Rickenbach ZH – Kirch-Dinhard – Welsikon
Mittwoch, 22. April 2026
Die Wetterverhältnisse hätten kaum besser sein können. An beiden Wandertagen schien bei angenehmen Temperaturen durchwegs die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Die am Mittwoch, dem 22. April, noch spürbare Bise (mal Jacke an, mal Jacke ab) schwächte sich am Donnerstag zu einer harmlosen Brise ab. Viele Obstbäume standen in Blüte und die Rapsfelder sorgten für gelbe Farbtupfer in der sanft gewellten Landschaft am Südrand des Zürcher Weinlandes. Fast schon etwas kitschig, wie ein Teilnehmer zu Recht feststellte.
Die Rundwanderung führte durch die beiden kleinen Gemeinden Dinhard und Rickenbach. Immerhin befinden sich auf den 7 km2 von Dinhard neben einigen Kleinsiedlungen drei Dörfer, von denen wir zwei - Welsikon (Start) und Eschlikon - durchquerten. Etwas erhöht liegt zwischen diesen beiden Ortschaften das Buechholz mit dem reizvollen Gurisee, einem schilfgesäumten Relikt aus der letzten Eiszeit, wie der Wanderleiter nach der Umrundung erklärte. Allerdings liesse der Namensteil «See» eine deutlich grössere Wasserfläche erwarten als in Tat und Wahrheit vorhanden. Der etwa 4 km lange Weg von Eschlikon nach Rickenbach folgt einer Seitenmoräne und beschreibt eine leichte Rechtskurve. Beidseits war die Aussicht dank der trockenen Luft ausgezeichnet. So liess sich der vertraute Thurgauer Südhang nördlich der Thur mit Niederneunforn im Detail erkennen und am Nachmittag öffnete sich der Blick bis Frauenfeld.
Aber vorher konzentrierte sich das allgemeine Interesse auf das Mittagessen im Restaurant Alte Mühle in Rickenbach. Man darf den Wirtsleuten ein Kompliment machen. Das Echo der Wandersleute war durchwegs sehr positiv. Und neben der Qualität konnte man möglicherweise auch einen inoffiziellen Geschwindigkeitsrekord verzeichnen. Die drei Gänge wurden sehr speditiv serviert, so dass wir am Mittwoch sogar ohne zu hetzen einen früheren Zug erreichen konnten. Dies lag auch an der bescheidenen Zahl von 25 Teilnehmenden, während am Donnerstag 39 hungrige Münder zu stopfen waren. PSSL-Vorstandsmitglied Walter Ebinger, Obmann der Wanderleiter, fand am ersten Tag anerkennende Worte für den schreibenden und abtretenden Wanderleiter. Nochmals ganz herzlichen Dank dafür an dieser Stelle und auch an Emil Frischknecht, dem neuen PSSL-Wanderleiter, der sich donnerstags am Ziel in Welsikon in ähnlicher Weise äusserte.
Auch die kürzere nachmittägliche Wanderstrecke zurück nach Welsikon erfolgte zum weitaus grössten Teil auf Naturstrassen und -wegen. Zuerst begleitete uns von Rickenbach aus der Schwarzbach bis kurz vor Kirch-Dinhard mit seiner weit herum sichtbaren Kirche, einer richtigen Landmarke. Ein Gedenkstein vor der Kirche erinnert an den berühmtesten Dinharder, Jakob Wiesendanger, einen Weggefährten von Ulrich Zwingli. Über den Tannenhof erreichten wir schliesslich das Wanderziel, den Bahnhof in Welsikon.
Das abschliessende Tüpfelchen auf dem i setzte wohl bei allen bei der Ankunft zu Hause die Erkenntnis, dass das Schuhwerk praktisch ohne Reinigungsvorgang wieder versorgt werden konnte.
24.4.2026 / Wanderleiter Hubert Frömelt