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Naturexkursion "Der Natur beim Erwachen zusehen" mit Anita Enz

Der Allmend beim Erwachen zusehen

Am 26. Mai um 7.45h trafen sich, bei absolutem Kaiserwetter, alle 24 Angemeldeten und der Führer und «Allmend-Ranger» Urs Thoma bei der Rohrerbrücke zwischen Warth und Frauenfeld. Schon während der Einleitung sahen wir einen Feldhasen über den Weg huschen, und wer links blickte, erspähte das Reh im hohen Gras des Vorlandes – es blieb nicht das einzige, das wir sahen. Vogelstimmen begleiteten uns auf dem ganzen Weg: Von wegen stiller Natur!! Unter der kundigen Führung verstanden wir langsam aber sicher einzelne Vogelstimmen zu isolieren und einem Namen zuzuordnen: Zilpzalp, Specht, Baumläufer und viele mehr. Kuckucke waren etwa drei verschiedene zu hören. Wusstet Ihr alle, dass Frau Kuckuck ihr Ei immer wieder bei der Vogelart «unterlegt», bei der sie selbst grossgezogen wurde? Immer wieder meldeten sich auch verschiedene Frösche lauthals zu Wort - Urs machte uns auf ein bemerkenswertes Phänomen aufmerksam: Immer, wenn sich ein Flugzeug näherte, begann die Quakerei und nahm auch ein Ende, wenn sich der Flugi weiter entfernte. Im gleissenden Gegenlicht der Morgensonne waren auch unzählige Insekten am Arbeiten. Da ich weit hinten war, sah ich sie nur knapp: die Blutzikade, sie ist etwa ein bis zwei Zentimeter lang, dunkel gefärbt mit vielen roten, relativ grossen Punkten; daher der Name. Wir blinzelten in die Sonne und liessen uns das Wort «Zikade» im Munde zergehen, ein Wort, das uns sofort in südliche Ferien versetzte. So folgten wir auf des Rangers Spuren und vergassen die Zeit. Bei der Znünipause im Oktagon war die vorgesehene Zeit eigentlich schon um. Und einige haben sich denn auch hier verabschieden müssen. Aber auch sie hatten noch erfahren, dass das Neunauge sich in den Binnenkanal retten kann, wenn die Thur zu wenig oder zu warme Wasser führt, haben den Neuntöter vorbeifliegen und die Ringeltauben sich ausruhen sehen. Ich verrate jetzt nicht, bei welchem Baum wir später im Jahr den Waldkauz treffen könnten…

Wer es wissen will, kann ja nächstes Jahr wieder mitkommen!