Tageswanderung Schneisingen - Zurzach
Mai – Tageswanderung 2026
Schneisingen – Lengnau AG – Baldingen – Zurzach
In Rümikon AG besammelten sich 28 Wanderfreudige bei noch wolkenverhangenem Himmel und fuhren mit dem Postauto nach Schneisingen Oberdorf. Nach wenigen Schritten blickten wir ins Surbtal. Der Wanderleiter erklärte die Gegend und berichtete wie die Juden während des Dreissigjährigen Krieges vom Landvogt zu Baden in Endingen und Legnau angesiedelt wurden. Weil sie keine eigenen Häuser besitzen und nicht unter dem Dach von Christen wohnen durften, wurden Anbauten mit eigenen Eingangstüren und einer Dachverlängerung erstellt.
Mit der wachsenden jüdischen Bevölkerung entstanden ein eigenes Schulhaus, eine Synagoge, eine Matzenbäckerei und ein Altersheim, das heute noch bewohnt wird. Erst mit der revidierten Bundesverfassung von 1874 erhielten die Juden in der Schweiz die Niederlassungsfreiheit, was viele zur Abwanderung in die grösseren Städte lockte.
Bald erreichten wir Lengnau, wo wir vor der Synagoge Znünipause machten. Die Stärkung konnten wir brauchen, denn nun folgte ein längerer Aufstieg zum Bowald hinauf. Jetzt zeigte sich auch die Sonne. Nun hatte man die Wahl, entweder eine frühe Mittagsrast bei der Rüti oder eine spätere bei der Spornegg mit zahlreichen Sitzbänken und Tischen. Rasch einigten wir uns auf die spätere Rast und wanderten weiter.
Oberhalb Baldingen bestaunten wir den Wasserturm im Wald, ein 24 Meter hohes Wasserreservoir auf Stützen. Bald erreichten wir den schönen Rastplatz mit Trinkwasserbrunnen, wo wir uns aus dem Rucksack verpflegten. Der weitere Weg verlief mehrheitlich im Wald, abwechslungsreich aufwärts und abwärts mit zwei Aussichtspunkten zum Rhein und dem nahen Südschwarzwald.
Nach einer weiteren Information über Zurzach, die Römerzeit, die Verenalegende und die Anfänge des Thermalbades legten wir das letzte Wegstück zurück und erreichten zur gewünschten Zeit den Bahnhof Zurzach, wo unsere Tageswanderung bei schönstem Sonnenschein endete.
Der Wanderleiter : Walter Föllmi