Probenbesuch "Die Legende von Anne Bonny"
Probenbesuch Seeburgtheater 25.06.2026
Anne Bonny
Wo, wenn nicht an den See, passt die Legende einer Piratin besser hin?
Wir treten aufs Areal und werden empfangen von einem Schiffswrack – zwischen den Wrackteilen wird der Blick auf den Bodensee frei.
Auf dem freien Platz davor üben die Schauspielerinnen und Schauspieler Kämpfe mit Stichwaffen – choreographiert und eingeübt von einer professionellen Schwertkämpferin.
Ein prächtiges, teils beängstigendes Schauspiel, man kann es aus den Äusserungen der Zuschauerinnen und Zuschauer vernehmen…
64 PSSL-Mitglieder mit Partner:innen fanden den Weg trotz grosser Hitze in den Seeburgpark – einige mussten auf Grund eben dieser Wärme kurzfristig absagen.
Die Hitze spielte eigentlich überall eine Rolle: die Hitze des Gefechtes, die Hitze der Lieben, die Hitze des Hasses.
Gar nicht dazu bestimmt, Piratin zu werden muss sich Anne Bonny zuerst durch die «anständige» Gesellschaft kämpfen, bevor sie mit einem Matrosen durchbrennt, ihn heiratet und auf ein Glück auf See hofft. Sie merkt zu spät, dass der Kerl nur ihr Geld wollte und durchaus kein Schiff kaufen.
Sie verlässt ihn und wird zu einer gefürchteten Piratin.
Eine Legende – ja man kennt die genaue Biographie der Piratin nicht so genau, deshalb sind in diesem Theater Wirklichkeit und Fiktion zu einem Stück versponnen.
Simon Engeli gab uns zum Einstieg Hintergrundinformationen zum Stück, und zu Anne Bonny, zu den Schauspieler:innen und dem Bühnenbild – und zu seinem Werdegang.
Ein vielversprechendes Theater, auch wenn wir nur kurze Teile als Probe geniessen durften.
und zum Schluss der Höhepunkt: der Pavian – die Puppe, gespielt von Rahel Wolgensinger, hält nicht zurück mit Kommentaren und lockert so manche Situation auf.
Spiel, Bühnenbild, Schauspieler:innen und der See hinterliessen eine wunderschöne Einheit und Erinnerung an diesen Abend.
Hubi Zweifel