Juni: Wanderung Seebachtal mit Margrit Gentsch
Juniwanderung quer durchs Seebachtal
Donnerstag, 20. Juni und Freitag, 21. Juni 2024
Nein, geregnet hat es am Donnerstag, den 20. Juni nicht! Aber es war schwül und ganze Heerscharen blutrünstiger Stechmückinnen stürzten sich erbarmungslos auf die rund dreissig Wandervögel, die sich der Attacken kaum erwehren konnten. Aber es war schön! Vom Trüfelbach östlich Iselisberg herkommend, erreichte man nach einem kurzen Halt - Mücken, Mücken! - beim Froschkonzert im Mösliweiher den Wilemer Weier und damit auch das hübsche Dörfchen Wilen. Ruedi, der Wanderleiter, zeigte den geschichtlichen Hintergrund auf, der schliesslich zur Teilung des Ortes in «Züri-Wilen» und «Thurgau-Wilen» geführt hatte. Auch über die aus heutiger Sicht skurrilen Pflichten des Besitzers und Mesmers vom Glögglihuus wusste Ruedi Anekdotenhaftes zu berichten.
Zum Glück war die Wiese nördlich des Nussbaumer Sees frisch gemäht und konnte ersatzweise als Wanderweg dienen. Der Pfad selbst war komplett überschwemmt. Nach einem kurzen Halt– man ahnt weshalb – bei der idyllisch gelegenen Nussbaumer Badi führte der Weg vorbei an der Ruine Helfenberg zwar aufwärts, aber immerhin Richtung Mittagstisch. Natürlich wusste Ruedi auch einiges über die ehemalige Wasserburg zu berichten. Ob die Anlage damals wirklich in weiser Voraussicht wegen der heutigen Schulreisen erbaut worden ist, erscheint allerdings eher fraglich.
Oberhalb Trüttlikon an der Krete angelangt, konnte man den Blick in nördlicher Richtung über das prächtige Seebachtal oder, nach Süden gerichtet, über das Thurtal schweifen lassen. Das komplette Bergpanorama präsentierte sich allerdings nur auf der präzisen Schautafel. Der Säntis war immerhin grad noch auszumachen.
In der Besenbeiz des Trottenhofs westlich Iselisberg wurden die verheizten Kalorien auf genussvolle Weise ersetzt. Die hofeigenen Weine dürften auch den verwöhnteren Gaumen geschmeckt haben.
Nach einem kurzen Verdauungsmarsch hoch über dem Thurtal war der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.
Etwas feuchter ist dann die Wanderung vom Freitag, 21. Juni ausgefallen. Dafür aber mit angenehmen Temperaturen und deutlich weniger Stechmücken.
Ruedi Gentsch